Kinderhaus-Post 02-2026
Liebe Eltern, liebe Großeltern, liebe Familienangehörige,
liebe Freunde und Förderer unseres Kinderhauses,
liebe Leserinnen und Leser unserer Kinderhaus-Post,
sie werden sich vielleicht wundern, dass Sie bereits so kurz nach unserer letzten Kinderhaus-Post erneut von uns hören. Leider überschlagen sich die Ereignisse in unserem Kinder- & Jugendhaus derzeit in einer Weise, die uns kaum Zeit lässt, das eine zu verarbeiten, bevor uns bereits die nächsten tiefgreifenden Veränderungen erreichen.
Heute müssen wir Ihnen mit großer Betroffenheit mitteilen, dass sich zwei weitere langjährige und sehr geschätzte Mitarbeitende dazu entschieden haben, unser Kinder- & Jugendhaus zu verlassen.
Rabea Krüger wird leider ihre Tätigkeit bei uns im KJH nach fünf Jahren guter und verlässlicher Zusammenarbeit offiziell zum 15. Juli beenden.
Kai-Christian Steinke wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres neue berufliche Wege einschlagen. Beide haben diese Entscheidung aus persönlichen Gründen getroffen – unter anderem aufgrund eines Umzugs außerhalb Hannovers sowie den herausfordernden Arbeitszeiten, die nur wenig Raum für eine langfristige persönliche Lebensgestaltung lassen.
Diese Nachrichten haben uns ziemlich auf den Kopf gestellt.
Mit Frau Krüger und Herrn Steinke verabschieden sich zwei langjährige Kolleg*in, die unser Haus über viele Jahre hinweg begleitet und mitgestaltet haben. Für die Kinder, Jugendlichen und deren Familien waren beide verlässliche Ansprechpartner und feste Bezugspersonen im Alltag unseres Kinderhauses. Durch ihre kontinuierliche Mitarbeit und ihr Engagement haben sie unsere Einrichtung über einen langen Zeitraum hinweg geprägt. Für ihre wertvolle Arbeit sind wir beiden sehr dankbar.
Besonders schwer wiegt für uns dabei die Tatsache, dass wir die bereits seit längerer Zeit vakante Stelle von Frau Riekhof trotz intensiver Bemühungen bislang nicht neu besetzen konnten. Mit den nun zusätzlich wegfallenden Stellen stehen wir vor einer Situation, die uns große Sorgen bereitet. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend dafür sein, ob und in welcher Form wir unsere bisherige Arbeit weiterhin in vollem Umfang aufrechterhalten können.
Auch wenn wir die Hoffnung nicht verlieren möchten und weiterhin alles daransetzen werden, neue engagierte Mitarbeitende für unser Kinder- & Jugendhaus zu gewinnen, blicken wir mit großer Unsicherheit auf die Zukunft. Die aktuellen Entwicklungen stellen unser Haus vor enorme organisatorische, personelle und auch emotionale Herausforderungen. Unser oberstes Ziel bleibt dennoch unverändert: Für die Kinder und Jugendlichen weiterhin ein verlässlicher, wertschätzender, lebendiger und sicherer Ort zu sein.
Zusätzlich hat uns nun auch noch eine weitere traurige Nachricht erreicht:
Unser vielseitig talentierter Hausmeister Lothar Hoppe hat aus gesundheitlichen Gründen zum 30. April 2026 endgültig seine Tätigkeit in unserem Kinder- & Jugendhaus aufgegeben. Nach über sieben Jahren engagierter Tätigkeit in unserem Kinder- & Jugendhaus reißt auch sein Ausscheiden eine große Lücke in unsere Gemeinschaft. Für uns alle ist dies ein weiterer schwerer Schlag, den wir zunächst verarbeiten müssen.
Unsere Gedanken sind weiterhin bei Lothar. Wir hoffen von Herzen, dass er sich vollständig von seiner schweren Operation im vergangenen Herbst sowie der daraus entstandenen Folgeerkrankung erholt und bald wieder zu „neuen-alten Kräften“ kommt. Nach mehr als vierzig Berufsjahren hat er sich seinen Ruhestand jedoch mehr als verdient – auch wenn wir alle wissen, dass „Ruhestand“ für Lothar vermutlich nie wirklicher Stillstand bedeuten wird.
Unseren Dank gegenüber Lothar, Rabea und Kai möchten wir zu einem späteren Zeitpunkt noch im Rahmen einer gemeinsamen Abschiedsfeier persönlich zum Ausdruck bringen.
Leider erreichte uns darüber hinaus noch eine weitere Hiobsbotschaft, über die wir bislang noch gar nicht berichten konnten, weil wir auch diese Entwicklung zunächst selbst erst einmal verarbeiten mussten.
Bereits Anfang des Jahres kam es in einem Zimmer im Dachgeschoss unseres Hauses wiederholt zu Wassereintritt. Anfangs gingen wir davon aus, dass die Ursache möglicherweise bei undichten Heizungsrohren liegen könnte. Deshalb wurde durch einen Fachbetrieb für Sanitär und Heizung an mehreren Stellen die Wandverkleidung geöffnet, um die vermuteten Schadstellen überhaupt erst einmal überprüfen zu können. Relativ schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Heizungsrohre nicht die Ursache des Problems waren. Zwar konnte der stark durchnässte Teppichboden durch den mehrtägigen Einsatz eines Raumentfeuchters weitgehend getrocknet werden, dennoch blieben deutliche Wasserschäden am Bodenbelag sowie an Teilen des Mobiliars zurück. Kurz vor Ostern kam es dann aber erneut zu einem massiven Wassereintritt in unserem Dachgeschoss. Daraufhin beauftragten wir kurzfristig einen Dachdecker mit der Begutachtung unseres Daches. Nachdem dieser über ein Fenster auf das Dach geklettert war, stellte er ein Loch im Flachdach eines unserer Erker fest. Die Schadstelle konnte an diesem Tag allerdings nur provisorisch abgedichtet werden.
Eine erneute und deutlich umfangreichere Begutachtung durch die von uns beauftragte Dachdeckerei Schwenger ergab schließlich, dass der Wassereintritt vermutlich bereits über viele Jahre hinweg unbemerkt stattgefunden hat. Inzwischen zeigen sich erhebliche Schäden an der Dachkonstruktion. Teile der Dachbalken und tragenden Konstruktionen weisen großflächige Fäulnis auf und müssen nun aufwendig ausgetauscht werden.
Die notwendigen Sanierungsarbeiten werden im Zusammenwirken einer Dachdeckerei, eines Gerüstbauunternehmens sowie einer Zimmerei durchgeführt werden müssen. Derzeit gestaltet sich die Terminfindung allerdings äußerst schwierig, da sämtliche Betriebe aufgrund voller Auftragsbücher und anhaltenden Personalmangels stark ausgelastet sind. Allein die Reparatur und Instandsetzung des Daches wird derzeit auf mehrere zehntausend Euro geschätzt. Hinzu kommen die vollständige Renovierung des betroffenen Dachgeschosszimmers sowie die Anschaffung neuer Möbel.
Trotz all dieser belastenden Entwicklungen werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen so gering wie möglich zu halten. Gerade in Zeiten wie diesen spüren wir jedoch mehr denn je, wie wichtig Unterstützung, Zusammenhalt und Verständnis sind.
Dass uns diese massive zusätzliche Belastung ausgerechnet in einer ohnehin schon äußerst schwierigen und kräftezehrenden Zeit trifft, macht die Situation für unser Kinder- & Jugendhaus nicht leichter. Umso mehr hoffen wir, auch diese Herausforderung gemeinsam bewältigen zu können.
Auch wenn wir Ihnen in unserer heutigen Kinderhaus-Post leider ausschließlich traurige und einschneidende Entwicklungen mitteilen mussten, danken wir Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihre Verbundenheit mit unserem Kinder- & Jugendhaus in der für uns alle gerade sehr bewegenden und herausfordernden Zeit.
Im Folgenden ein überkonfessionelles Gebet für unsere Sorgen und Hoffnungen zugleich:
„Möge Frieden unsere Herzen erfüllen, Hoffnung uns begleiten
und Zuversicht stärker sein als Angst und Zweifel.
Mögen wir Kraft finden für schwere Zeiten und darauf vertrauen können, dass nach jeder Dunkelheit wieder Licht kommt.“
Zu guter Letzt
Mit dieser Kinderhaus-Post möchten wir -wie immer an dieser Stelle- alle Menschen, Firmen und Institutionen nennen, die uns seit der jeweils letzten Kinderhaus-Post finanziell, ideell oder materiell unterstützt haben.
Unser herzlicher Dank gilt seit dem 08.04.2026 insbesondere:
- Anja Schubert
- Gudrun Albrecht
sowie selbstverständlich bei all denen, die hier nicht namentlich erwähnt werden möchten!
Ihr Jens-Olaf Amthor & das KJH-Team…
…Nicole Blumreiter – Rabea Krüger – Kristina Knoke- Roman Flegler -Kai-Christian Steinke
sowie das Hauswirtschaftliche Team…
… Hannelore Hoppe – Laura Hoppe
